Kunden können über WBW verschiedene Arten von Bewertungen anfordern, einschließlich Bewertungen von Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien und anderen spezialisierten Bewertungen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
09.09.2025
Die Bewertung einer Gewerbeimmobilie unterscheidet sich deutlich von der eines Wohnhauses oder einer Eigentumswohnung. Hier stehen nicht Emotionen, sondern Wirtschaftlichkeit, Rendite und Nutzungspotenzial im Vordergrund. Ob Bürogebäude, Lagerhalle, Einzelhandelsfläche oder Produktionsstätte – für eine fundierte Entscheidung ist ein professionelles Verkehrswertgutachten unverzichtbar.
✅ 1. Bewertungsverfahren bei Gewerbeimmobilien
🔸 Ertragswertverfahren:
- Kapitalisierung mit dem Liegenschaftszins
📌 Beispiel:
Ein Bürogebäude erzielt 120.000 € Jahresnettomiete, Bewirtschaftungskosten betragen 20.000 €, Reinertrag = 100.000 €. Bei einem Liegenschaftszins von 5 % ergibt sich ein Gebäudeertragswert von 2.000.000 €. Hinzu kommt der Bodenwert.
- Vergleichswertverfahren (bei standardisierten Objekten wie Ärztehäusern oder Tankstellen)
- Residualwertverfahren (bei Projektentwicklungen)
🧾 2. Welche Unterlagen werden für die Bewertung benötigt?
- Mietverträge (Staffel- oder Indexmiete, Laufzeit, Nebenkosten)
- Grundbuchauszug, Baulastenverzeichnis
- Angaben zu Leerstand & Instandhaltungsrückstau
- Bodenrichtwert und Bebauungsplan
💡 Tipp: Bei größeren Gewerbeobjekten kann auch eine Mietertragsübersicht mit Flächen- und Nutzungsstruktur erforderlich sein.
📊 3. Wichtige Einflussfaktoren auf den Wert

Ein professionelles Verkehrswertgutachten schafft:
- Verhandlungsgrundlage bei Verkauf oder Vermietung
- Grundlage für steuerliche Zwecke (z. B. AfA, Betriebsvermögen, Erbschaft/Schenkung)
💡 Gerade bei Gewerbeimmobilien mit langjährigen Mietverträgen und hoher Investitionssumme ist eine fundierte Wertermittlung unverzichtbar.
📆 5. Fazit – So funktioniert die Bewertung von Gewerbeimmobilien